Sommer, Sonne, Sonnenbrand

Posted on Februar 6th, 2009

Es ist ja so, der Frühling naht mit gewaltigen Schritten, die Vögel fangen langsam an, ihre kleinen piepsenden Laute von sich zu geben (und zur Abwechslung auch mal die Vögel außerhalb meines Zimmers), es wird immer ein Stückchen wärmer von Tag zu Tag (gut, am Wochenende soll es wieder schneien, aber bis dahin…) und man muss sich langsam mit dem Gedanken vertraut machen, sich aus seinen dicken Pullovern herauszuschälen und die frisch-luftige Sommerkluft wieder zu tragen.

Das heißt mit anderen Worten: man zeigt wieder Haut. Die Haut, die jetzt monatelang unter dicken Polyesterschichten verborgen blieb und so schön vor sich hin bleichen konnte. Es gab ja Zeiten, da war Blässe noch vornehm und nobel, aber es gab ja auch schon Zeiten, da galt es als unheimlich schick, mollig zu sein. Gut, wenn ich mollig sein darf, können wir auch über die Blässe reden. Aber bis dahin habe ich das Ziel vor Augen, zu Beginn des Sommers wenigstens schon eine etwas gesündere Hautfarbe zu haben.

Und da das leider mit der natürlichen Bestrahlung kaum möglich sein wird, wagte ich mich ins Solarium. Das erste Mal ging auch ganz prima von statten, die nette Dame schickte mich unter den Tiefenbräuner, quasi um meine Haut darauf einzustimmen, jetzt gleich braun werden zu müssen. Nach zwei Tagen waren die Pigmente wach gerüttelt und ich sollte wiederkommen. Blöderweise ist man abends um sieben nicht die einzige, die das erste Mal in diesem Winter in die Sonne will und so waren die niedrigeren Geräte natürlich alle besetzt. Für Stunden. Okay, eine Alternative war gefragt. Da gäbe es noch die 650er, die könnten wir machen, so sechs Minuten vielleicht, die Röhren sind auch neu, sollte man also langsam machen. Hm, 2,90 Euro für sechs Minuten, wenn zehn Minuten auch 2,90 Euro kosten? Das widerstrebte meinem BWLer-Herz doch zutiefst und so handelte es mit meinem Hirn für beide Seiten vernünftig klingende acht Minuten raus.

Prima. Ich also hinter in die allerletzte Kabine. Ich mag das übrigens gar nicht, wenn diese Ventilatoren einen fast von der Bank pusten. Da such ich mir immer vorher die Tasten zum Ausschalten aus, merk die mir (weil man sieht da ja nix mehr weil ohne Brille und Augen aufmachen schädlich), merk mir auch noch die Taste für den Gesichtsbräunerausschalter, und dann drück ich den Start-Button. Und dann lieg ich da. Das Gebläse fängt schon in der ersten halbe Minute an, sich zu drehen, was mir einfach zu bunt wurde. Ich ertastete meinen fein gemerkten Knopf und siehe da: die fühlen sich alle gleich an und den zweiten links oben in der Mitte in nem Kreis mit richtig vielen Knöpfen zu orten ist tatsächlich schwierig. Aber irgendwie brachte wildes Herumdrücken, dass die Musik anging und der Wind aus. Also wenigstens ein Knopf richtig.

Nach gefühlten 2 Minuten merkte ich schon langsam, wie ich brutzelte. Aber man will ja auch nichts verschwenden und den Stop-Schalter zu finden wäre auch wieder hektisch geworden und eigentlich will man ja Sonne tanken und so bleibt man liegen bis zum bitteren Schluss.

Als ich das Solarium verließ, fühlte ich mich noch pudelwohl. Aber dann, zuhause, als ich mich betrachtete, der ganze Bauch total rot, die Beine total rot, der Arsch total rot, alles eigentlich rot. Nur das Gesicht nicht, was mich vermuten ließ, dass ich den Ausschalter fürs Gesicht irgendwie mit getroffen haben muss. Und das geht ja nicht nach einem Tag weg, nein nein, man hat jeden weiteren Tag seine Freude damit, wie der BH reibt, wie die Jeans beim Hochziehen reibt, wie alles krabbelt, wenn der Brand nachlässt, und wie irgendwann die Röte wieder in die natürliche Blässe übergeht.

Lange Rede, kurzer Sinn: 6 Minuten reichen, wenn die Solariumfrau das sagt!

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Winter ist…

Posted on Januar 4th, 2009

definitiv mal nicht meine Jahreszeit. Und das weiß ich nicht erst seit heute, seit ich mein Auto zigmal von Tonnen von Schnee befreien musste, ausgestattet nur mit nem kurzen Schneebesen, keine Handschuhe (die mottete ich im Kofferraum ein und hab sie auch dort vergessen, erst als ich fertig war fiels mir wieder ein…), keine Winterschuhe, Jeans, die sofort komplett nass sind… Nee, Winter is definitv nicht meins.

Außer in solch kurzen lichten Momenten wie gestern. Snowboarden. Mit Papa aufn Hang. Herrlich. Trotz leichtem Unvermögen herrlich.  Die Sonne schien, der Hang war weiß, mir war warm, die Sachen warn wetterfest, der Ausblick war einfach gigantisch, der Glühwein schmeckte. An solchen Tagen kann sogar ich mich herablassen, den Winter mit einem gnädigen Auge zu betrachten. Aber nur mit einem.

Denn dann kommt schon wieder die andere Seite: die permanente Kälte in der Wohnung, weil die Heizung irgendwie spinnt, ständig statisch aufgeladene Haare und nicht zu vergessen: Der Muskelkater schlechthin vom Snowboarden. Und das mir! Und das noch nichtmal in den Beinen, die sind ja einiges gewöhnt, nein, diesmal in den Armen. Und wer sich jetzt fragt, wie das geht, der sollte sich mal als Neuling an diese Lifte wagen, bei denen man als Skifahrer nur einen Stock hinter den Arsch bekommt, der einen dann hochschiebt. Als Snowboarder bekommt man den Stock in die Seite, damit man schön hochfahren kann. Haha. Ich lach. Falls man es schafft, nicht in den ersten fünf Metern jämmerlich umzufallen und mit dem halb angeschnallten Brett am Fuß davonkriechen zu müssen, falls man tatsächlich die erste heiße Startphase geschafft hat, muss man sich irgendwie an der Liftleine festkrallen. Zumindest fühlte ich mich so, als ob ich mich da festkrallen müsste. Andere sahen entspannter aus. Und wenn man sich unzählige Male unzählige Höhenmeter festgekrallt hat, merkt man das anscheinend in den Armen. Genauso wie man Stürze merkt. Knieaua und Arschaua. Aber das wird wieder! Und dann gehts los! Dann mach ich das jede Woche und irgendwann jammer ich nich mehr. Bestimmt.

Und dann wird es Zeit, von der Schneekanone zu berichten, die genau neben dem Lift steht. Hmpf.

:-)

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Sport ist…

Posted on Oktober 21st, 2008

definitiv anstrengend. Aber oft auch die einzige Möglichkeit, den Kopf mal richtig freizubekommen. Und wenn es nur für die eine Stunde ist. Und so begibt man sich jeden zweiten Tag in einer mehr oder weniger großen Gruppe ab in den Wald, um sich die Seele oder das, was davon übrig ist, aus dem Leib zu hecheln. Wenn man das eine Weile gemacht hat, sind sogar die ersten Erfolge schon sichtbar, also spürbar zumindest. Die Schuhe drücken etwas weniger, die Lunge schafft den ersten Anstieg mittlerweile komplett, ohne sich zu verabschieden und sogar den sporadisch verteilten Pferdeäpfeln kann man behende ausweichen, ohne direkt jedesmal reintreten zu müssen, weil man zu schwach für den Sprung beiseite ist.

Nun bringt es die Jahreszeit leider mit sich, dass beizeiten finster wird. Wäre alles ja nicht so schlimm, wenn man nicht bis kurz vor knapp auf Arbeit sitzen würde. Also fängt man an, so ab halb sechs gestresst durchs Büro zu hetzen, sich in der winzigen Toilettenkabine umzuziehen, dabei mehrfach den Tascheninhalt auf dem Boden derselbigen zu verteilen, um dadurch in noch größere Hektik auszubrechen, man hetzt zum Auto und fährt schon total geschafft los.

Ungefähr zehn Minuten dauerts, bis man den Waldrand der Großstadt erreicht hat und loslegen kann. Mittlerweile ist es auch schon um sechs, es beginnt zu dämmern und im Wald wirds ja bekanntlich noch viel eher viel schneller viel dunkler. Aber gut. Man beginnt leichten Schrittes den Berg zu erklimmen, leichten Schrittes durch den Wald zu rennen und stellt dann fest, dass es für den Rückweg durch den Wald tatsächlich schon zu finster wird. Gefährlich, Stolpersteine, Stolperhuckeln, Laub, Pferdeäppel. Was also tun? Man muss ja irgendwie zur Karre zurück. Richtig. Man hört auf den neben einem her rennenden Menschen und biegt in einen Feldweg ein. “Ja, also wenn ich mich nicht irre…” und “Eigentlich müsste das…”. Kurz und knapp: er irrte. Es war nicht der geplante Weg, sondern ein völlig unbekannter Feldweg, mitten im nichts, links und rechts ne Kuh, Zäune, ein Teich und weit und breit kein Auto.

Man rennt also verzweifelt weiter, weils für den Rückweg auch schon viel zu spät wäre, ab und zu unterbrochen von hysterischen Lachanfällen, bis man am Ende des Weges auf ein Tor stößt. Prima. Hier gehts also mal nicht weiter. Nun könnte man irgendwie versuchen, in den entfernten Wald zu gelangen, indem es mittlerweile so finster wie im Bären… ist, ( :-) ) oder man bahnt sich seinen Weg übers benachbarte Feld mit der klitzekleinen Hoffnung, irgendwann auf die Straße zu stoßen, die einen zum Auto geleiten wird.

10 Fast-Beinbrüche und 3 Lachanfälle später fängt es leicht an zu nieseln. Ist ja kein Problem, man is ja nicht aus Zucker. Und tatsächlich, wir landeten in Grundstücken, die den Zugang zur Straße nicht vermauert hatten. Man fühlt sich zwar trotzdem wie ein Einbrecher, wenn man sich da langschleicht, aber wir waren auf der Straße!!! Da ließ es sich auch etwas leichter ertragen, dass es in Strömen anfing zu regnen.

Jedenfalls bestätigten sich heute mehrere Erkenntnisse:

1. Nicht mehr in den Wald joggen gehen, wenn es schon dämmert.

2. Nicht auf einen Mann hören, der eine bekannte Abkürzung vorschlägt.

3. Nicht joggen, wenn Regen gemeldet ist.

4. Dunkle Sachen anziehen, dann wird man als Einbrecher nicht so schnell entdeckt.

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2 1/2 Wochen

Posted on Oktober 4th, 2008

2 1/2 Wochen, dann ist es wieder soweit. Die Ungeduld und Vorfreude und Spannung und Nervosität und Aufgeregtheit und Neugier ließ sich heute nicht länger zügeln.

Knappe 18 Tage sind es noch, dann ist es endlich wieder soweit. Intrigen, Liebeleien, Sex, gestörte Kinder, prekäre Nachbarschaftsverhältnisse.

429 Stunden müssen noch vergehen, bevor es sich wieder richtig lohnt, den Fernseher anzuschalten. Um was zu sehen? Nackte Haut, schöne Frauen, humorvolle Dialog, Streit, Freundschaft und Hinterlist.

Die DESPERATE HOUSEWIVES sind wieder da!!!!!! Und ich habs entdeckt!!!! Ab 22. Oktober ist der Mittwochabend wieder umwerfend, die Verzweiflung hat ein kleines Ende…

verzweifelte Hausfrauen

verzweifelte Hausfrauen

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